Wie entsteht die Wettquote?

Die Wettquote gehört zu den großen Mysterien der Sportwettenanbieter. Niemand weiß genau wie sie entsteht und aus welchen Komponenten sie sich auseinandersetzt. Es gibt auch nicht DIE Wettquote, denn jeder Anbieter ist für seine eigene Quote verantwortlich. Dabei kann die Wettquote verschieden ermittelt werden:

  • Durch den Buchmacher
  • Durch eine Übernahme

Doch was genau bedeutet das? Viele Spieler wissen noch nicht einmal, was die Wettquote überhaupt ist, geschweige denn, dass sie sich sogar von Anbieter zu Anbieter unterschieden kann. Dabei ist es gar nicht so schwer, zumindest von außen betrachtet.

Die Grundlagen

wie entsteht die Wettquote

Mit Hilfe der Wettquote können Anbieter und Spieler feststellen wie hoch ein Gewinn ausfallen kann oder wie hoch er ausfällt. Um den genauen Gewinn zu ermitteln, gilt die Rechnung:

  • Einsatz x Wettquote = Gewinn

Doch für diese Rechnung muss die Wettquote bereits ermittelt sein.

Die Wettquote wird bei traditionellen Wettanbietern vom hauseigenen Buchmacher errechnet. Dafür müssen mehrere Komponenten berücksichtigt werden.

  • Ergebnisse aus vergangenen Wettbewerben
  • Die Wetteinsätze insgesamt
  • Aktuelle Situation des Teams/Spielers

Genau bedeutet das, dass der Buchmacher zunächst den Hintergrund des Teams oder des Sportlers beleuchtet um zu sehen, wie seine Ergebnisse bisher ausgefallen sind. Dazu kommt die aktuelle Situation – wie ist die momentane Verfassung? Gibt es neue Spieler? Danach kommt die Komponente der Wettenden hinzu – denn je nachdem, wie sich die Einsätze verteilen, wirkt sich das ebenfalls auf die Wettquote aus. Wenn es also einen Boom auf ein bestimmtes Team oder einen Spieler gibt, wirkt sich das auf die Quote aus. Der Gewinn würde in diesem Fall deutlich nach unten sinken.

Aus all den Komponenten erstellt der Buchmacher mit einer simplen Wahrscheinlichkeitsrechnung die Wettquote.

Wie sieht das ganz genau aus?

Wettquote unter der Lupe

Die Wettquote berechnet sich wie folgt:

  • Wettquote = 1 = 100% Eintrittswahrscheinlichkeit
  • Wettquote = 2 = 50% Eintrittswahrscheinlichkeit

Alles was darüber und darunter liegt, berechnet sich dementsprechend. Z.B. ist eine Wettquote von 1,1 eine 90% Wahrscheinlichkeit eines Gewinns. Die niedrigste Wettquote wäre demnach eine Quote von 1 – die der Spieler aber so nie sehen wird, da sich bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 100% eine Wette erübrigen würde.

Allerdings ist die hier gezeigte Wettquote die reine Form der Quote, der Buchmacher selber rechnet darauf noch die sogenannte Buchmacher-Marge. Damit sichert er sich selber seinen Gewinn. Diese Marge kann verschieden hoch ausfallen, ist aber immer mit der Quote verrechnet. Das bedeutet, dass die Quote sich zugunsten des Anbieters erhöht.

Was ist besser, eine hohe oder eine niedrige Wettquote?

Das kommt ganz darauf an, aus welchem Blickwinkel die Situation betrachtet wird. Für den Spieler, der einen Einsatz setzt, bedeutet eine niedrige Quote einen höheren Gewinn im Fall eines Sieges. Die Chancen auf einen Gewinn steigen aber, je höher die Quote ist.

Was bedeutet es, wenn die Quote nicht vom Anbieter erstellt wird?

Viele Anbieter, vor allem kleinere Sportwettenanbieter, übernehmen ganz einfach die errechneten Wettquoten von den großen Anbietern. Weit verbreitet ist die Übernahme von britischen Quoten, da die Buchmacher besonders traditionell arbeiten und die Transparenz über die Buchmacher-Marge dort hoch ist. Für den Wetter ist es also erst einmal egal, ob die Quote selber errechnet wird oder ganz einfach übernommen wird. Es können so lediglich Rückschlüsse über den Anbieter gezogen werden. Denn wird die Quote übernommen, geht es meist um mehr Gewinn für den Anbieter. Wen das nicht stört, der sollte lediglich die Quoten an sich miteinander vergleichen.

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